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Letzter Halt Vereinte Nationen - Wie geht es weiter in Afghanistan?


Datum: 14.06.2021
Uhrzeit: 18:30h - 20:00h
Ort: Berlin

Wie geht es weiter in Afghanistan nach dem Abzug der Bundeswehr und anderen Truppen? Welchen Beitrag kann die politische Mission UNAMA leisten, damit das Land nicht in Chaos und weitere Gewalt abdriftet? Über diese und weitere Fragen wollen wir diskutieren.

Videokonferenz des UN-Sicherheitsrats und UNAMA zur Situation in Afghanistan. UN Photo: Loey Filipe

Afghanistan kommt nicht zur Ruhe: Galt die Lebensart gewisser Bevölkerungsschichten Kabuls in den 1960er Jahren als geradezu liberal und westlich, gingen im Zuge des sowjetischen Einmarschs 1979-1989, des Bürgerkriegs der 1990er Jahre und dem Taliban-Regime tiefe Risse durch das Land. Millionen von Afghanen flüchteten aus ihrer Heimat, in der Hoffnung auf grundlegende Rechte und Sicherheit. Mit Einsätzen im Rahmen der NATO sollte sich das Blatt wenden und Afghanistan stabilisiert werden. 20 Jahre nach Beginn der Missionen verlassen derzeit die letzten ausländischen Truppen das Land. Was bleibt von der Hoffnung auf ein friedliches und demokratisches Afghanistan?

Inzwischen beherrschen die Taliban wieder knapp 50 Prozent des Landes, zahlreiche Beobachter fürchten um das Leben von Frauenrechtlerinnen und Friedensaktivisten. Auch das Leben derjenigen, die im Laufe der Zeit als Ortskräfte für die internationalen Truppen unterstützend tätig waren, ist in Gefahr. Diese Fragen beschäftigen Deutschland ebenso wie die USA – denn die Verantwortung der internationalen Gemeinschaft und vor allem jener Länder, die sich in den vergangenen Jahren in Afghanistan engagiert haben, bleibt.

Wie geht es also weiter in Afghanistan nach dem Abzug der Bundeswehr und anderen Truppen? Welchen Beitrag kann die politische Mission UNAMA leisten, damit das Land nicht in Chaos und weitere Gewalt abdriftet? Womit können die Vereinten Nationen und ihre Mitgliedsstaaten konkret unterstützen, damit verbleibende Entwicklungsprojekte, Humanitäre Hilfe und politische Akteure wie z.B. Stiftungen ihre Arbeit fortsetzen können? Welchen Platz wird die Zivilgesellschaft einnehmen, welche Rolle werden Frauen im politischen Prozess spielen? Und wie könnte mittelfristig doch noch eine nachhaltige Versöhnung gelingen?

Über diese und weitere Fragen wollen wir am 14.6.2021 ab 18:30 Uhr diskutieren – dazu laden wir Sie herzlich ein.

Programm:
Impuls Winfried Nachtwei, DGVN-Vorstandsmitglied
Diskussionsrunde:
Lisa Reefke, Senior Political Affairs Officer, United Nations Assistance Mission in Afghanistan (UNAMA)
Thomas Ruttig, Co-Director Afghanistan Analyst Network
Dr. Ellinor Zeino, Leiterin des Büros der Konrad-Adenauer-Stiftung Kabul
Schlusswort: Detlef Dzembritzki, DGVN-Vorsitzender
Moderation: Inger-Luise Heilmann, DGVN-Arbeitskreis Peacekeeping

Anmeldungen erbitten wir über das Anmeldeformular, anschließend werden Ihnen die ZOOM-Zugangsdaten zugeschickt.


Wir freuen uns über Ihr Interesse!