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Die DGVN trauert um Kofi Annan

Mit großer Bestürzung haben wir die Nachricht vom Tode des ehemaligen UN-Generalsekretärs Kofi Annan erfahren. Kofi Annan führte mit großem Engagement von 1996 bis 2006 die Vereinten Nationen, unbestechlich auch gegenüber mächtigen Staaten wie den USA und Russland. Mit seinem Namen bleiben viele Errungenschaften wie die Millenniumsentwicklungsziele (MDGs) verbunden. Seine hohe moralische Qualität und seine Erfahrung werden der Weltgemeinschaft fehlen.

Portraitphoto von Kofi Annan

Mit großer Bestürzung haben wir die Nachricht vom Tode des ehemaligen UN-Generalsekretärs Kofi Annan erfahren.

Kofi Annan führte mit großem Engagement von 1996 bis 2006 die Vereinten Nationen. Unbestechlich auch gegenüber mächtigen Staaten wie den USA und Russland vertrat er die Interessen der Weltgemeinschaft. Den Irak-Krieg der USA ohne Mandat des UN-Sicherheitsrats hielt er für völkerrechtswidrig, konnte diesen trotz aller Mühen jedoch nicht verhindern.

Mit seinem Namen verbunden bleiben auch die Millenniumsentwicklungsziele (MDGs). Der Gerechtigkeit und Solidarität mit den Benachteiligten fühlte er sich verpflichtet. Seinem Heimatkontinent Afrika blieb er immer verbunden und litt unter dem Widerspruch, dass in einem reichen Kontinent so viele arme Menschen leben.

Mit seiner Stiftung versuchte er weit über seine Amtszeit als UN-Generalsekretär hinaus, sich gegen Korruption und Ausbeutung zu stemmen. Auch für die Vereinten Nationen vermittelte er auch nach Ende seiner Amtszeit als Mediator in zahlreichen Konflikten. Für seine Verdienste wurde Kofi Annan mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Auch die DGVN würdigte Kofi Annans Einsatz für eine bessere Welt mit der Dag-Hammarskjöld-Ehrenmedaille.

Seine hohe moralische Qualität und seine Erfahrung werden der Weltgemeinschaft fehlen. Die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen trauert um einen großen Weltbürger.