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Frauen am Verhandlungstisch - Eröffnung der 63. Frauenrechtskommission

Vom 11. bis 22. März findet die 63. Sitzung der Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen (CSW63) im UN-Hauptquartier in New York statt. Für die DGVN nehmen die beiden Jugendbeobachterinnen Lisa-Marie Darras und Evein Obulor teil und berichten von ihren Erlebnissen.

Die zwei Jugendbeobachterinnen im Tagungssaal der CSW63.
Die Jugendbeobachterinnen bei der Eröffnung der CSW63 (Foto: Lisa-Marie Darras)

Die jährlich stattfindende Kommission stellt eines der größten Treffen dar, an welchem Vertreter der Zivilgesellschaft sowie UN-Führungspersonen wie UN-Generalsekretär António Guterres und UN Women Executive Director Phumzile Mlambo-Ngcuka teilnehmen. In diesem Jahr wird sich die Kommission mit dem rechtlichen Status von Frauen sowie einer Stärkung der Frauenrolle im Hinblick auf das Thema "Sozialschutzsysteme, Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen und nachhaltige Infrastruktur für die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung von Frauen und Mädchen" befassen.

Welche sozialen Schutzsysteme existieren für Mädchen und Frauen und wie sicher fühlen sie sich in ihrem Alltag? Wie ist ihr Zugang zur Trinkwasser- und Gesundheitsversorgung? Wie sieht der rechtliche Status von Frauen im Hinblick auf  die Alterssicherung aus und welche Möglichkeiten der Kinderbetreuung bestehen? 
Diese und viele weitere Fragen bilden den Schwerpunkt der diesjährigen Sitzung. 

Anlässlich der Frauenrechtskommission entsandte die DGVN zum dritten Mal zwei Youth4CSW-Jugendbeobachterinnen nach New York, die am vorgeschalteten Jugendforum teilnahmen und dort die Perspektiven der jungen Generation vertraten. Das Jugendforum stellt eine Plattform des Dialogs für junge Frauen aus aller Welt dar, um ihre Sicht auf das Thema sowie ihre Erfahrungen mit anderen Frauen zu teilen und sich gleichzeitig zu vernetzen. Des Weiteren erhalten sie die Möglichkeit, sich persönlich wie auch im Gespräch mit UN-Organisationen und zivilgesellschaftlichen Akteuren mit dem Thema der CSW zu befassen und ihre Positionen zu vertreten. Die diesjährigen Jugendbeobachterinnen Lisa-Marie Darras und Evein Obulor haben durch ihre Teilnahme am Jugendforum die Möglichkeit, die CSW63 Common Minimum Standards mitzugestalten, welche Empfehlungen für die Regierungen darstellen. Die gemeinsam erarbeiteten Mindeststandards sollen innerhalb von Entscheidungsprozessen der Regierungen hinsichtlich des Themas "Sozialschutzsysteme, Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen und eine nachhaltige Infrastruktur" als Leitlinien dienen, um den Anliegen der jungen Generation gerecht zu werden. 

Was in manchen Teilen der Welt als normal gilt, stellt woanders auf der Welt ein bislang unerreichtes Anliegen von Frauen dar. Insbesondere junge Frauen müssen ihre Stimme im Entscheidungsprozess einbringen können und eine Möglichkeit erhalten, von ihren Problemen und Erlebnissen zu berichten. 

“When we include women, the whole world wins“ 

Dies sagte UN-Generalsekretär António Guterres in seiner Eröffnungsrede der 63. Frauenrechtskommission. Mädchen und Frauen müssen in Prozesse der Entscheidungsfindung mit eingebunden werden, da sie oftmals als erste die Auswirkungen von fehlenden Sozialschutzsystemen und Infrastrukturmöglichkeiten erfahren. Aus diesem Grund müssen ihre Anliegen zum Bestandteil der Umsetzung von Richtlinien und zur Neugestaltung von Systemen werden. 

Aktuelle Informationen über die 63. Sitzung der Frauenrechtskommission (CSW63) in New York sind auf der Homepage von UN Women zu finden. 
Unsere zwei Jugendbeobachterinnen kann man während ihrer spannenden Zeit in New York bei Instagram und Facebook verfolgen.


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