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"Höhenangst vor dem UN-Gipfel überwinden" - Zivilgesellschaftliche Erklärung zur deutschen Nachhaltigkeitspolitik

118 Organisationen aus ganz Deutschland, darunter auch die DGVN, haben eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet, in der sie die Bundesregierung auffordern, die Umsetzung der Agenda 2030 zum zentralen Leitbild ihrer Entscheidungen zu machen.

Die unterzeichnenden Organisationen verbindet der Kerngedanke der Agenda 2030: Nur, wenn ökologische, soziale und wirtschaftliche Fragen zusammen gedacht werden und gesellschaftliche Gruppen gemeinsam an Lösungen arbeiten, können Antworten auf die Krisen und Herausforderungen unserer Zeit gefunden werden. Deshalb fordern die unterzeichnenden Organisationen im Vorfeld des UN-Nachhaltigkeitsgipfels vom 24. - 25. September 2019 in New York, dass die deutsche Bundesregierung der Umsetzung der Agenda 2030 oberste Priorität einräumen und Nachhaltigkeit im Sinne der globalen (Generationen-)Gerechtigkeit als zentrales Leitbild ihrer Entscheidungen verankern solle.

DGVN-Vorstandsmitglied Gabriele Köhler sagt: "Es geht darum, dass die sozialpolitischen, ökologischen und politischen Versprechen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und des Pariser Klimaabkommens konsequent und zielgenau umgesetzt werden. Ansonsten hebeln sich multilaterale Abkommen aus, und drohen die grundlegenden Rechte, die seit 70 Jahren aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte hervorgehen, unterlaufen zu werden."

Unter anderem fordert die Erklärung mehr Anstrengungen im Aufbau einer nachhaltigen Wirtschafts- und Finanzpolitik, beim Klima- und Naturschutz, der Bekämpfung von Ungleichheiten und der nachhaltigen Gestaltung der Agrarpolitik. Auch wird die Sorge geäußert, dass eine kritische Zivilgesellschaft zukünftig immer sträker unter Druck geraten könnte. "Wir stehen an einem kritischen Wendepunkt für Deutschland", heißt es in der Erklärung. Um die Herausforderungen zu bewältigen, seien nun konkrete politische Schritte erforderlich, die der Größe der Herausforderungen angemessen seien.

Dafür sei es notwendig, dass die Bundesregierung die Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) als Leitbild ihrer gesamten Politik verankere. Es gehe um nichts weniger als die Einhaltung unserer internationalen Verantwortung und eine nachhaltige und gerechte Zukunft für alle Menschen auf diesem Planeten.

Die gemeinsame Erklärung kann hier heruntergeladen werden.