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Verleihung der Dag-Hammarskjöld-Ehrenmedaille 2025

v. l. n. r. Heike Raab, Karin Kortmann, Martin Kobler, Karin Landgren, Dr. Ekkehard Griep, Boris Mijatovic (Foto: Torsten Zimmermann)

Mit der Dag-Hammarskjöld-Ehrenmedaille werden bedeutende Persönlichkeiten für ihren Einsatz zur Lösung weltpolitischer Probleme im Umfeld der Vereinten Nationen geehrt. Im Jahr 2025 ging die Auszeichnung an den ehemaligen deutschen Botschafter Martin Kobler und die bis zuletzt Exekutivdirektorin des Security Council Reports Karin Landgren, dessen Wirken in einer Laudatio des MdB Boris Mijatovic gewürdigt wurde.

Den festlichen Rahmen für die Zeremonie bot das Kurfürstliche Schloss in Mainz. Der DGVN-Vorsitzende Dr. Ekkehard Griep eröffnete den Abend und Staatssekretärin Heike Raab, Bevollmächtigte des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund leitete anschließend mit einem Grußwort in den Abend ein. 

Die Preisträgerin: Karin Landgren

Karin Landgren bei ihrer Dankesrede nach der Verleihung der Dag-Hammarskjöld-Ehrenmedaille 2025 (Foto: Torsten Zimmermann)

Die Schwedin Karin Landgren setzte sich während ihrer langjährigen Tätigkeit im System der Vereinten Nationen für den Schutz von Kindern und Geflüchteten sowie für die Stärkung multilateraler Strukturen ein. Im Zentrum ihres Engagements stand ihr Einsatz für friedliche Konfliktlösung.

Karin Landgren war von 2018 bis 2024 Exekutivdirektorin des unabhängigen Think Tank Security Council Report in New York. Sie blickt auf viele Jahre des Engagements für das UN-Kinderhilfswerk (UNICEF) sowie das Hohe Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) zurück und war Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretärs und Leiterin der UN-Friedensmissionen in Nepal, Burundi und Liberia.

Der Preisträger: Martin Kobler

Martin Kobler bei seiner Dankesrede nach der Verleihung der Dag-Hammarskjöld-Ehrenmedaille 2025 (Foto: Torsten Zimmermann)

Der deutsche Diplomat Martin Kobler engagierte sich über viele Jahre hinweg in der internationalen Friedens- und Sicherheitspolitik und setzte sich in besonders herausfordernden Einsatzgebieten der Vereinten Nationen für Dialog, Stabilität und den Schutz der Zivilbevölkerung ein. Sein Wirken war dabei geprägt von großem persönlichen Einsatz und diplomatischer Erfahrung

Martin Kobler war nach einer erfolgreichen diplomatischen Karriere zuletzt deutscher Botschafter in Pakistan. In den Jahren 2015 bis 2017 war er UN-Sondergesandter in Libyen, davor leitete er die UN-Missionen in der Demokratischen Republik Kongo und in Irak und war stellvertretender Sonderbeauftragter des UN-Generalsekretärs in Afghanistan.

Boris Mijatovic MdB bei seiner Laudatio (Foto: Torsten Zimmermann)

MdB Boris Mijatovic, Vorsitzender des Unterausschusses für internationale Ordnung im Deutschen Bundestag, hielt die Laudatio auf Karin Landgren und Martin Kobler. Die Übergabe der Medaillen erfolgte durch Dr. Ekkehard Griep und Karin Kortmann, stellvertretende Vorsitzende der DGVN. Nach der feierlichen Übergabe der Medaillen folgte eine Podiumsdiskussion zum Thema „UN80 – Herausforderungen für die Zeit nach 2025“, an der Karin Landgren, Martin Kobler und Prof. Dr. Manuel Fröhlich teilnahmen. Moderiert wurde die Diskussion von Inger-Luise Heilmann.