Menschenrechte verteidigen
Menschenrechte stehen jedem von Geburt an zu und bilden das Fundament jeder gerechten Gesellschaft. Im Jahr 1948 verabschiedete die UN-Generalversammlung die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR). Vor 60 Jahren wurden die Menschenrechte mit dem UN-Zivilpakt und dem UN-Sozialpakt völkerrechtlich verbindlich verankert. Dennoch werden sie weltweit immer wieder verletzt, sei es durch Kriege, Konflikte, den Klimawandel oder durch autoritäre Regime. Neben der Friedenssicherung und der nachhaltigen Entwicklung ist der Schutz der Menschenrechte einer der Grundpfeiler der Vereinten Nationen und ein zentraler Bestandteil der Arbeit der DGVN.
Auf unserem Webseitenportal Menschenrechte durchsetzen informieren wir über Themen von Frauenrechten über Kinderrechte bis hin zum internationalen Recht auf Flucht und Asyl. Wie Menschenrechte im UN-System verankert sind, erläutern wir in unserer Publikation UN-Basisinformation: Menschenrechte und Vereinte Nationen. Als Gründungsmitglied im Forum Menschenrechte, einem Netzwerk von über 50 deutschen NGOs, setzen wir uns aktiv für den Schutz der Menschenrechte weltweit und in Deutschland ein.
Völkerrecht stärken
Das Völkerrecht legt verbindliche Regeln für Frieden, Sicherheit und Zusammenarbeit zwischen den Staaten fest. Es schützt Staaten vor Aggression und definiert sowohl Rechte als auch Pflichten. Doch Beispiele aus der Gegenwart zeigen die Herausforderungen: Russland führt einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine, die USA intervenieren in Venezuela und China verstößt systematisch gegen die Seerechtskonvention im südchinesischen Meer. Was passiert also, wenn Staaten diese Regeln verletzen?
Die Bonner Erklärung der DGVN fordert von der Bundesregierung konsequentes Handeln zur Stärkung einer völkerrechtsbasierten internationalen Ordnung. Aktuelle Diskussionen rund ums Völkerrecht beleuchten wir in unserem Podcast UNhörbar Recht. Wir argumentieren: Die große Mehrheit der Staaten bekennt sich weiterhin zum Völkerrecht, es steht jedoch unter starkem Druck durch wenige mächtige Staaten. Wie dieses Recht innerhalb des UN-Systems umgesetzt wird, erläutern wir beispielsweise am Völkerstrafrecht in unserer Publikation UN-Basisinformation: Internationaler Strafgerichtshof.
Für eine gerechte und friedliche Welt
Die Rechte und Pflichten von Staaten und Individuen ähneln sich stärker, als man anfänglich annimmt. Menschen sind durch die Menschenrechte geschützt, Staaten durch das Völkerrecht. Beide sind an das Verbot ungerechtfertigter Gewalt gebunden und beide stehen unter wachsendem Druck. Wie lässt sich dieser Druck bewältigen, und welche Schutzmechanismen stehen uns zur Verfügung? Diesen Fragen widmen wir uns im Jahr 2026 besonders und nehmen Sie dabei mit – in unseren Veranstaltungen, Programmen und Publikationen.