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Call for Papers: Menschenrechte – Globale Normen und lokale Umsetzung


Datum: 11.12.2026
Uhrzeit: 10:00h
Ort: Darmstadt

Gemeinsam mit dem Arbeitskreis Menschenrechte der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) und der Schader-Stiftung laden wir am 11. Dezember 2026 zu einer Fachtagung in Darmstadt ein. Bis zum 25. Juni 2026 können Vorschläge für Inputs eingereicht werden.

UN Photo/Jean Marc Ferré

Die globale normative und regelbasierte Ordnung steht unter Druck. Völker- und Menschenrechtsstandards erfahren nicht nur eigenwillige Interpretationen durch autoritäre Regime, sondern ihre lokale Umsetzung ist immer stärker von einzelnen Akteuren und deren politischen, religiösen oder identitären Wertvorstellungen geprägt.

Globale Menschenrechtsstandards verlieren an Gewicht, weil die staatenbasierte Ordnung infrage gestellt wird. Die Mehrheit der Staaten, die sich schriftlich zum Völkerrecht und zu den Menschenrechten verpflichtet haben, ist nicht demokratisch legitimiert oder entwickelt sich zu autoritären Regimen hin. Lizenzentzug für Hilfsorganisationen in Konfliktregionen, staatliche und nichtstaatliche Menschenrechtsorganisationen, die als „Agenten“ tituliert werden, Zensur und die Jagd auf die Zivilgesellschaft sind nur einige der Konsequenzen. 

In der eintägigen Fachtagung werden die unterschiedlichen Ereignisse, Perspektiven und Methoden, die zu dieser Erosion führen, aus wissenschaftlicher, politischer und empirischer Perspektive diskutiert. Wie lassen sich bei Änderungen auf globaler Ebene Menschenrechte vor Ort sichern und umsetzen? Welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es?
Wir laden dazu ein, für die geplante Fachtagung Vorschläge für Beiträge einzureichen. Folgende Themen und Fragen könnten untersucht werden, ohne dass die Tagung auf sie beschränkt ist:

  • Lässt das Interesse an Menschenrechten nach oder ändert sich deren Wirkungsweise?
  • Systeme wie die Vereinten Nationen, der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte und das Völkerrecht sind intergouvernemental angelegt. Wie können sie mit einer Situation dysfunktionaler Staaten umgehen?
  • Liefert „Glokalisation“, also eine direkte Verbindung zwischen lokalen Einheiten und globalen Systemen, einen Ausweg?

Im Mittelpunkt stehen Fragen danach, inwiefern die bestehende internationale Ordnung zunehmend durch eine neue „g-lokale“ Struktur ersetzt wird und welche Möglichkeiten bestehen, eine regelbasierte Ordnung wiederherzustellen beziehungsweise aktiv neu zu gestalten – in Deutschland, in Europa sowie auf globaler Ebene.

Die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN), der Arbeitskreis Menschenrechte der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) und die Schader-Stiftung laden Wissenschaftler*innen, politisch Aktive, Vertreter*innen aus Verwaltungen, NGOs und weiteren Praxis-Organisationen ein, bis zum 25. Juni 2026 einen Vorschlag (250-300 Wörter) für ein zehnminütiges InputReferat mit anschließender Diskussion einzureichen unter: www.schader-stiftung.de/glokal 

Den vollständigen Call for Papers finden Sie hier


Veranstalter

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN)
Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW)
Schader-Stiftung


Veranstaltungsadresse

Schader-Forum
Goethestraße 2
64285 Darmstadt


Kontakt

Dr. Alfredo Märker (maerker@dgvn.de)