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DGVN-Mittagsgespräch: Krisenprävention in Sri Lanka


Datum: 22.11.2018
Uhrzeit: 12:00h - 14:00h
Einlass: 11:50h
Ort: Berlin

Im Jahr 2009 endeten die bewaffneten Auseinandersetzungen in Sri Lanka. Doch im Herbst 2018 stehen die Nachhaltigkeit des Friedensprozesses und die Stabilität staatlicher und sozialer Rahmenbedingungen wieder in Frage. Welche konkreten Möglichkeiten der Konfliktprävention gibt es?

Nach über 25 Jahren Bürgerkrieg in Sri Lanka zwischen der singhalesischen Bevölkerungsmehrheit und Separatisten der tamilischen Minderheit kam es schließlich im Jahr 2009 nach der Wiedereinnahme der tamilischen Regionen im Norden durch das Militär zum Ende der bewaffneten Auseinandersetzungen.

Allein in den letzten drei Kriegsjahren waren in den Kämpfen mehrere Zehntausend Tote zu beklagen. Der Zwiespalt im Land wirkt auch heute noch nach. Mit der Wahl von Präsident Sirisena (2015) und der Bildung einer sog. Regierung der nationalen Einheit gingen zahlreiche Reformerwartungen einher, u.a. mit Blick auf nationale Versöhnung, Überwindung der Straflosigkeit und die Erarbeitung einer neuen Verfassung. Doch der Reformschwung scheint zu stocken, und vereinzelt flackern durch radikale Gruppen ausgelöste religiöse Spannungen auf. Frauengruppen fühlen sich im Friedensprozess weiter marginalisiert, wie sie auch schon im Oktober 2017 anlässlich der Debatte des UN-Sicherheitsrats zur Agenda Frauen, Frieden und Sicherheit anmerkten.

Im Herbst 2018 zeigt sich, wie störanfällig der Friedensprozess ist und wie fragil die staatlichen und sozialen Rahmenbedingungen sind. Die Rückkehr des umstrittenen ehemaligen Präsidenten Mahinda Rajapaksa als Premierminister Sri Lankas an die Macht löste eine Verfassungskrise aus und destabilisiert das Land. Im Mittagsgespräch fragen wir nach konkreten Möglichkeiten der Deeskalation und Konfliktprävention durch die internationale Gemeinschaft. Die Vereinten Nationen, mit einer Reihe von Sonderorganisationen teils seit mehr als 60 Jahren im Land präsent, sind dabei ein zentraler Akteur.

Vor dem Hintergrund der Erkenntnisse aus der DGVN-Studienreise 2018 nach Sri Lanka (September 2018) analysieren wir im Mittagsgespräch die aktuelle Situation des Inselstaates und fragen nach konkreten Möglichkeiten der Deeskalation und Konfliktprävention. Dabei wird auch die Rolle der internationalen Gemeinschaft einschließlich der Vereinten Nationen bei der Unterstützung des Friedensprozesses und der Friedenskonsolidierung betrachtet: mit einer Reihe von Sonderorganisationen sind die UN teils seit mehr als 60 Jahren im Land präsent.

 

PROGRAMM

11:50 Einlass

12:00 Mittagsimbiss

12:30 Beginn des Gesprächs mit

  • Florian Johren, Universität Bamberg,Teilnehmer an der DGVN-Studienreise nach Sri Lanka
  • Gerrit Kurtz, King’s College London
  • Luxshi Vimalarajah, Programme Director Mediation & Dialogunterstützung, Berghof Foundation

Moderation: Dr. Ekkehard Griep, stv. DGVN-Vorsitzender, Leiter der DGVN-Studienreise 2018 nach Sri Lanka

14:00 Ende der Veranstaltung

 

Bitte melden Sie sich hier für das Mittagsgespräch an.


Veranstalter

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN)


Veranstaltungsadresse

"Konferenzraum K36", Zimmerstr. 26/27, 10969 Berlin (Aufgang D, Erdgeschoss)