Die Zukunft der Ozeane und die Neuausrichtung der Meerespolitik

2022 ist ein Jahr der Ozeane und Meere. Eine Vielzahl laufender internationaler Prozesse ist dabei, wesentliche Eckmarken der zukünftigen Meerespolitik zu bestimmen. Auch die Bundesregierung richtet in diesem Zusammenhang ihre entsprechenden Strukturen und maritimen Strategien neu aus. Doch spiegelt sich dies bisher weit weniger in der öffentlichen Debatte wieder, als es angesichts des kritischen Zustands der marinen Ökosysteme angebracht wäre. Der Krieg in der Ukraine und die Corona-Krise bestimmen derzeit die Diskussionen und beeinflussen zudem in vielerlei Hinsicht die Meerespolitik und den Ablauf ihrer Neugestaltung.
Vor diesem Hintergrund ist die Aufgabe dieser Konferenz am World Oceans Day der UN einige der zentralen Punkte vorzustellen, über die sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene verhandelt wird, ihre Bedeutung zu erläutern sowie sie fachübergreifend zu erörtern. Die einzelnen Panel der Konferenz greifen Fragen der Meeresgovernance und des Meeresschutzes auf ebenso wie solche zur Fischereipolitik, dem Tiefseebergbau und dem Klimaschutz. Die Antworten auf diese Fragen sind für den weiteren Fortgang der Verhandlungen von ausschlaggebender Bedeutung und werden unser Verhältnis zur Meereswelt auf längere Sicht prägen.
Die Konferenz soll Raum für einen offenen Austausch geben und dazu beitragen die Meerespolitik zum einen kohärent und zum anderen transparent und partizipativ weiter zu entwickeln. Hierbei wird im Sinne der Agenda 2030 und der kommenden UN-Ozeankonferenz in Lissabon ein besonderes Augenmerk auf das Verhältnis von Umwelt und Entwicklung gelegt. Die Formulierung und Abstimmung von umwelt- und entwicklungspolitischen Standards ist eine der großen Herausforderungen für die Umsetzung einer nachhaltigen Meerespolitik.
PROGRAMM
09.30 Uhr Einlass
10.00 Uhr Begrüßung
Kai Kaschinski, Fair Oceans
Eröffnungsbeiträge zur Zukunft der Ozeane und Meere
- Steffi Lemke, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (angefragt)
- Antje Boetius, Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts
- Gaoussou Gueye, Präsident der African Confederation of Professional Organizations of Artisanal Fisheries
11.15 Uhr Aktuelle Herausforderungen der Meeresgovernance
- Anna-Lena Klaßen-Azabdaftari, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
- Björn Oriwohl, Bundesministerium für Digitales und Verkehr
- Christian Schulz, Auswärtiges Amt
- Thilo Maack, Greenpeace
12.45 Uhr Mittagspause
14.00 Uhr Die Ozeane im Klimawandel
- Ilka Wagner, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz
- Kai Kaschinski, Fair Oceans
- Jan Pingel, Ozeanien-Dialog
15.15 Uhr 2022 als Jahr der Kleinfischerei und Aquakultur
- Nina Neubecker, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
- Francisco Mari, Brot für die Welt
- Sebastian Ferse, Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung
16.30 Uhr Verabschiedung, Small Talk und Kaffee
ANMELDUNG:
Um Anmeldung per E-Mail wird gebeten unter: contact@fair-oceans.info
Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Konferenzsprache ist Deutsch.
Veranstalter
Brot für die Welt
fair oceans
in Kooperation mit:
Forum Umwelt und Entwicklung
Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.
Veranstaltungsadresse
Vertretung des Landes Bremen beim Bund
Hiroshimastraße 24
10785 Berlin
Kontakt
contact@fair-oceans.info