Reformen, die die Welt bewegen? Diskussion zur Stärkung des UN-Umweltsystems in Zeiten der Klima- und Umweltkrise

Der ökologische Zustand unserer Welt ist dramatisch: Es gibt einen Rekordanstieg der CO₂-Konzentration in der Atmosphäre, Wälder werden weiter abgeholzt, Korallenriffe bleichen aus und es droht eine globale Erderwärmung um 3 Grad Celsius, möglicherweise schon bis zum Jahr 2050. Die Umsetzung der Agenda 2030 und der Ziele für Nachhaltige Entwicklung (SDGs) scheint in immer weitere Ferne zu rücken. Doch trotz dieser alarmierenden Warnsignale reichen die bisher ergriffenen Maßnahmen bei Weitem nicht, um eine Kehrtwende herbeizuführen.
Auch den Vereinten Nationen ist es trotz der Verabschiedung wichtiger Beschlüsse wie des Pariser Klimaabkommens vor 10 Jahren nicht gelungen, die gefährlichen Entwicklungen wirksam aufzuhalten. Dies liegt auch daran, dass das System der globalen Umweltgovernance vergleichsweise schwach ist: die meisten der von den Staaten bei den Vereinten Nationen gefassten Beschlüsse sind freiwillig und es gibt kaum Mechanismen, um ihre Umsetzung international durchzusetzen. Trotz seiner wichtigen inhaltlichen Arbeit hat auch das UN-Umweltprogramm (UNEP) im Vergleich zu manchen Sonderorganisationen eine vergleichsweise schwache Stellung im UN-System inne.
Welche Veränderungen sind nötig, um die globale Umweltgovernance insgesamt zu stärken? Wie gelingt es, der Bekämpfung der Klimakrise und der Umweltzerstörung größeren Stellenwert im UN-System einzuräumen? Welche Vorteile könnte die Aufwertung von UNEP zu einer eigenständigen UN-Umweltorganisation oder die Einführung eines Klima- und Umweltrats bieten, um globale Umweltpolitik zu koordinieren und internationale Vereinbarungen durchzusetzen? Wie realistisch sind solche Reformen des UN-Umweltsystems in der aktuellen weltpolitischen Lage und wie lassen Sie sich mit der UN80-Reformagenda von UN-Generalsekretär Antonio Guterres zusammendenken?
Diese und weitere Fragen möchten wir auf Initiative des DGVN-Arbeitskreises „UN-Reform“ gemeinsam mit Prof. Dr. Frank Biermann und Ihnen diskutieren.
PROGRAMM
Begrüßung: Luzia Rump, Mitglied des DGVN-Arbeitskreises „UN-Reform“
Impuls: Prof. Dr. Frank Biermann, Professor für Global Sustainability Governance am Copernicus Institute of Sustainable Development an der Universität von Utrecht, Direktor des GlobalGoal-Projekts des European Research Council, Gründer des Earth System Governance Project
Diskussion
Moderation: Oliver Hasenkamp, DGVN-Generalsekretariat
ANMELDUNG
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Veranstalter
Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN) auf Initiative des DGVN-Arbeitskreises "UN-Reform"
Kontakt
Oliver Hasenkamp (hasenkamp@dgv.de)