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…und weltweit? Die Umsetzung der SDGs als Herausforderung für die internationale Gemeinschaft


Datum: 21.06.2022
Uhrzeit: 19:00h
Ort: Online

Das Bündnis "Protect the Planet" lädt zusammen mit Partnerorganisationen im Rahmen der Reihe „Nachhaltigkeit_Sozial-ökologische Transformation“ zu einem Online-Vortrag mit Oliver Hasenkamp aus dem DGVN-Generalsekretariat zur internationalen Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) ein.

Die von den Vereinten Nationen 2015 beschlossene „Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung“ und ihre Ziele für Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) sind eine globale Herausforderung. Sie müssen in allen Ländern, an allen Orten dieser Welt umgesetzt werden. Das gilt für ein reiches Land wie Deutschland ebenso wie für wirtschaftlich weniger entwickelte Staaten etwa im globalen Süden, die bei der Umsetzung auch auf die Unterstützung reicherer Staaten und internationaler Organisationen angewiesen sind. Und: „Herauspicken“ eines der 17 Ziele ist nicht angesagt!

Ein genauer Vergleich der Umsetzung der SDGs in verschiedenen Ländern und Regionen ist nicht einfach. Doch schon ein erster Blick auf den SDG Index offenbart, dass die Menschheit noch weit von der Erreichung der Ziele entfernt ist und in verschiedenen Ländern und Regionen teils sehr unterschiedliche Herausforderungen bei der Umsetzung verbleiben. Ernährungsknappheit etwa in Subsahara-Afrika – derzeit nicht nur verstärkt durch die Klimakrise, sondern auch durch Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg –, Verschmutzung der Weltmeere und Verunreinigung von Trinkwasser etwa in den pazifischen Inselstaaten, steigende globale Ungleichheiten oder mangelnde Transformation hin zu mehr Nachhaltigkeit bei uns im „globalen Norden“ mit massiven Folgen für Klima, Biodiversität und Menschenrechte anderswo auf der Welt: Die Liste der Herausforderungen ist lang und nimmt derzeit eher immer weiter zu – dabei ist die „Halbzeit“ der Umsetzung der SDGs bereits erreicht.

Hinter all diesen Herausforderungen stehen individuelle menschliche Schicksale. In reicheren Ländern, so auch in Deutschland, hapert es nicht nur weiter an der Erreichung der bis 2030 umzusetzenden Klima- und Umweltschutzziele der „Agenda 2030“. Vielmehr kommen wir in den Ländern des reichen Nordens unserer globalen Verantwortung nicht nach, Menschen anderswo auf der Welt gerechte Entwicklungschancen zu geben: Denn die SDGs sind auch eine entwicklungspolitische Herausforderung. Es braucht weit mehr Unterstützung für andere Staaten bei ihrer Umsetzung – aber auch, dass wir durch unsere Lebens- und Wirtschaftsweise dazu beitragen, dass die Ziele anderswo überhaupt erst erreicht werden können.

Wo also stehen wir weltweit bei der Umsetzung der SDGs? Welche Missstände, aber auch Erfolge, gibt es bei einzelnen Zielen und in der Umsetzung in bestimmten Regionen? Was bedeutet das für die Men-schen in verschiedenen Regionen dieser Welt? Wo stecken die Hemmnisse und „Verhinderer“? Welche Bedeutung tragen internationale Organisationen bei der Umsetzung der SDGs? Welche Wirkkraft hat zivilgesellschaftliches Engagement? Und wie können wir unserer globalen Verantwortung, die Ziele nicht nur in Deutschland umzusetzen, sondern auch zu ihrer Erreichung anderswo auf der Welt beizutr-gen, gerecht werden?

Diese Fragen sind angesichts der Corona-Pandemie und dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine aktueller denn je. Beides macht zahlreiche Entwicklungsfortschritte zunichte, droht aber auch, dringend notwendige finanzielle Mittel und Aufmerksamkeit von der Entwicklungszusammenarbeit und von internationalen Organisationen abzuziehen. Dabei ist das jahrzehntealte Ziel, dass reichere Staaten mindestens 0,7% ihres Bruttonationaleinkommens für Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung stellen, auch vor Pandemie und Krieg kaum irgendwo erreicht.


Wer? Oliver Hasenkamp ist bei der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN) seit 2016 Referent für Öffentlichkeitsarbeit, insbesondere zu nachhaltiger Entwicklung und internationaler Klimapolitik. Hasenkamp ist Politikwissenschaftler, hat an der Freien Universität Berlin, der Universität Potsdam und University of Auckland (Neuseeland) studiert; ist e.a. Mitglied im Vorstand des Vereins Pazifik-Netzwerk e.V.

Wann? Dienstag, 21.06.2022, 19:00–21:00Uhr

Teilnahme? Münchner Zukunftssalon, Waltherstr. 29, Rückgebäude, 2. OG, parallel Zoom- online

 

ANMELDUNG:

Bitte melden Sie sich hier an: www.protect-the-planet.de/event/


Veranstalter

Protect the Planet

in Kooperation mit:
Münchner Initiative Nachhaltigkeit, oekom e.V., BUND Naturschutz in Bayern e.V. - Kreisgruppe München, Fossil Free München, Netzwerk Saubere Energie München, Forum Nachhaltig Wirtschaften, fridays for future München, scientists for future München, students for future München, parents for future München, GreenCity, Raus aus der Steinkohle e.V.