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Hintergrundgespräch zum Westsahara-Konflikt

Am 15. Dezember 2016 begrüßte die DGVN zwei Aktivisten der Sahwari Human Rights Researchers Association aus der Westsahara. Gemeinsam mit dem DGVN-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Sven Simon reisen beide durch Deutschland und das englischsprachige Ausland und informieren aus ihrer Sicht über die Situation in der Westsahara.

Gruppenbild aller Teilnehmer des Gesprächs
Generalsekretärin Dr. Lisa Heemann und DGVN-Referent Patrick Rosenow mit Prof. Sven Simon und den Aktivisten der Sahrawi Human Rights Researchers Association

Am 15. Dezember 2016 begrüßte die DGVN zwei Aktivisten der Sahwari Human Rights Researchers Association aus der Westsahara. Gemeinsam mit dem DGVN-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Sven Simon reisen beide durch Deutschland und das englischsprachige Ausland und informieren aus ihrer Sicht über die Situation in der Westsahara.

Die Sahwari Human Rights Researchers Association dokumentiert die Verletzung der Menschenrechte auf ihrem Gebiet und bereitet auf dieser Grundlage eine Publikation vor, die mögliche Verbesserungen für die Situation der Sahrauis, eine Ethnie in der Westsahara, beinhaltet.

Nach dem Ende der spanischen Kolonialherrschaft brach ein gewaltsamer Konflikt aus zwischen Marokko und dem militärischen Arm der Sahrauis, der Frente Polisario über das Territorium der Westsahara. Marokko beansprucht bis heute die Westsahara als Teil seines Staatsgebietes, während die Polisario die Unabhängigkeit des gesamten Territoriums von der Westsahara anstrebt. Diese gewaltsame Auseinandersetzung und ihre Folgen zwang viele Sahrauis zur Flucht. Die Vereinten Nationen sind mit der UN-Friedensmission MINURSO (United Nations Mission fort he Referendum in Western Sahara) vor Ort. Ihre Aufgabe ist es, zum einen den Waffenstillstand zwischen den Konfliktparteien zu überwachen und zweitens ein Referendum über die Zukunft der Westsahara durchzuführen. Letzteres scheiterte bislang jedoch aufgrund der Uneinigkeit der Konfliktparteien.

Weitere Hintergrundinformationen zum Westsahara-Konflikt gibt es auch hier.


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