Jugenddelegierte zur Generalversammlung der Vereinten Nationen 2025

Im Juli begann die Amtszeit der UN-Jugenddelegierten zur Generalversammlung 2025 Sahra Rezaie und Dania Schulze. Mit den beiden startet das neue Jugenddelegiertenprogramm zur Einführung des Senior-Junior-Prinzips. Dabei wird Sahra Rezaie bis 2027 und Dania Schulze bis 2026 Teil des Programms sein. Über die Jahre hinweg werden die beiden den Austausch mit jungen Menschen in Deutschland suchen und im Gespräch mit ihnen über die Vereinten Nationen und Mitmachmöglichkeiten bei den UN informieren. Sie sammeln in Workshops und Treffen die Meinungen und Visionen junger Menschen ein und bringen diese mit einer Rede vor die UN-Generalversammlung in New York.
Dania Schulze, 23 Jahre alt, ist in einem kleinen Dorf in Südniedersachsen aufgewachsen und studiert Politikwissenschaft, Soziologie und Geschichte in Würzburg.
Schon früh politisiert, entwickelte sie ein besonderes Interesse für internationale Beziehungen. Als einzige internationale Organisation, in der nahezu alle Staaten der Welt vertreten sind und sich auf Augenhöhe begegnen, verkörpern die UN für sie die Hoffnung auf eine gerechtere, friedlichere Welt.
Nachhaltige Entwicklung, allumfassender Frieden, internationale Sicherheit und Völkerverständigung brauchen eine völkerrechtsbasierte internationale Ordnung, einen inklusiven Multilateralismus und starke Vereinte Nationen. In Zeiten in denen autoritäre Regime einen Aufschwung erleben und das Völkerrecht zunehmend weniger respektiert wird, braucht es viel mehr als zuvor auch eine starke Zivilgesellschaft.
Deshalb muss die Politik endlich auch jungen Menschen Gehör schenken und das nicht nur in Form von Tokenism als Aushängeschild: Junge Stimmen gehören nicht ins Schaufenster, sondern an den Verhandlungstisch. Für ihre Amtszeit als UN-Jugenddelegierte verlässt Dania ihr Umfeld aus „Model“ United Nations Konferenzen, um bei realen politischen Debatten für mehr Partizipation, Gerechtigkeit und Sichtbarkeit einzustehen und der in Deutschland lebenden Jugend eine Stimme am Verhandlungstisch zu geben.
Dabei interessiert sie sich vor allem für Kinder- und Frauenrechte und wie diese in Verbindung zu Fragen rund um Frieden stehen. Außerdem zählen auch Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit zu ihren Herzensthemen.
Sahra Rezaie, 23, aufgewachsen in Hamburg, studiert Sozialwissenschaften in Düsseldorf.
Ihre Stationen reichen von Menschenrechtsaktivismus im internationalen Kontext bis hin zur lokalen politischen Bildungsarbeit in migrantischen Selbstorganisationen. Dabei treibt sie vor allem eine Frage an: Wie wird aus Prinzipien wie Solidarität konkrete Politik?
Als afghanisch-deutsche Frau versteht sie internationale Politik nicht als abstraktes Geschehen, sondern als reale Entscheidungen mit spürbaren Auswirkungen auf die Sicherheit, Rechte und Perspektiven von Menschen weltweit. Als Jugenddelegierte zur UN-Generalversammlung will sie genau diese Brücke sichtbar machen: zwischen Beschlüssen und ihren Auswirkungen, zwischen Menschenrechten als Ideal und als Alltag.
Ihre Schwerpunkte liegen auf sozialer Gerechtigkeit, Empowerment und der Frage, wie internationale Institutionen gerechter, repräsentativer und zugänglicher für junge Stimmen werden können. Nach ersten Einblicken in die internationale Diplomatie – von der International Crisis Group in Brüssel bis zum Auschwitzer Institut in Bukarest – freut sie sich nun darauf, diese Erfahrungen mit nach New York zu nehmen. Diesmal nicht als Beobachterin, sondern mittendrin und mit dem Ziel, die Vereinten Nationen (jugend)gerechter und solidarischer mitzugestalten.
Das UN-Jugenddelegiertenprogramm zur Generalversammlung wird von der DGVN und dem Deutschen Nationalkomitee für internationale Jugendarbeit (DNK) getragen. Mehr über das Programm.