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Mittagsgespräch „Zerfällt die Weltordnung? Zur anhaltenden Bedeutung des Völkerrechts“


Datum: 06.07.2026
Uhrzeit: 11:45h - 14:00h
Ort: Berlin

Im Rahmen des Jahresthemas „Menschenrechte verteidigen, Völkerrecht stärken: Für eine gerechte und friedliche Welt“ lädt die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. ein zum Mittagsgespräch mit dem Völkerrechtler Professor Dr. Dominik Steiger von der Technischen Universität Dresden.

Nahaufnahme eines Medaillons mit der römischen Göttin Justitia an einem Tor des Friedenspalasts in Den Haag, Niederlande
Medaille mit der römischen Göttin der Justiz (Justitia) an einem der Tore des Friedenspalasts in Den Haag, Sitz des Internationalen Gerichtshofs. (UN Photo/Pernaca Sudhakaran)

Die Herausforderungen für die Welt­ordnung sind vielfältig: zunehmende Drohungen territorialer Expansion, Verstöße gegen das Gewalt­verbot, WTO-widrige Zölle, Leugnen des Klima­wandels, offener Wider­stand gegen den Inter­nationalen Straf­gerichts­hof – um nur einige Beispiele zu nennen. Damit einher geht die zunehmend offene und beispiel­lose Infrage­stellung etablierter inter­nationa­ler Normen und Institutionen. Dement­sprech­end wird immer wieder nach dem Wert des Völker­rechts gefragt, seine Existenz(berech­ti­gung) sogar in Zweifel gezogen. Dabei signalisieren diese Entwicklungen weniger den Zerfall der recht­lichen Architektur der Nach­kriegs­zeit, vielmehr zeigt sich daran die fort­bestehende, wenn auch faktisch einges­chränkte, wesent­liche Bedeutung des Völker­rechts als normativer Maßstab zur Gestaltung inter­nationaler Beziehun­gen und Lösung der globa­len Probleme. 

Der gegenwärtige Moment stellt weniger eine Krise des Völker­rechts als vielmehr eine politische Krise der Inter­nationalen Beziehungen dar. Das Völkerrecht hält weiterhin die entschei­denden Antworten auf die drängen­den Fragen der Menschheit bereit. Zudem ist es resilienter als viele meinen und erodiert nicht so leicht. Indem die aktuellen Krisen in breitere Debatten über Legitimi­tät, Rechts­durch­setzung und die Zukunft des Multi­latera­lis­mus eingeordnet werden, soll darüber reflektiert werden, was auf dem Spiel steht, wenn das Völker­recht geschwächt wird und wie wichtig es ist, sich für eine (inter­nationale) Rule of Law einzusetzen.

Zusammen mit dem DGVN-Landesverband Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen laden wir Sie herzlich ein zum Gespräch mit Professor Dominik Steiger, Inhaber des Lehrstuhls für Völkerrecht, Europa­recht und Öffentliches Recht an der Techni­schen Uni­versität Dresden, Mitglied des Forschungs­rats der DGVN sowie des Präsidiums des DGVN-Landes­verbands Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.  

Ab 11:45 Uhr besteht Gelegenheit zu einem kleinen Imbiss, das Gespräch beginnt um 12:30 Uhr. Die Veranstaltung wird durch den DGVN-Vorsitzenden Dr. Ekkehard Griep geleitet und moderiert.

 

ANMELDUNG

Bitte melden Sie sich bis 25. Juni 2026 über dieses Formular für die Veranstaltung an.


Veranstalter

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN)
Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen Landesverband Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen e.V.

Mit freundlicher Unterstützung der Vertretung des Freistaates Sachsen beim Bund


Veranstaltungsadresse

Vertretung des Freistaates Sachsen beim Bund
Brüderstraße 11/12
10178 Berlin


Kontakt

Peter Wittschorek (wittschorek@dgvn.de)


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