Ausschreibung: Recherchereise für Journalistinnen und Journalisten nach Moldau und in die Ukraine

Um einen Beitrag zu einem differenzierten Bild über die Aufgaben der Vereinten Nationen zu leisten, organisiert die DGVN in Kooperation mit dem UN-Entwicklungsprogramm (UNDP) eine Recherchereise für Journalistinnen und Journalisten in die Republik Moldau und die Ukraine.
Die Reise richtet sich an interessierte Medienschaffende in Deutschland mit regionaler oder bundesweiter Reichweite. Die Teilnehmenden erhalten die Möglichkeit, in einer kleinen Gruppe in Begleitung eines DGVN-Mitarbeiters vom 6. bis 12. September 2026 nach Moldau und von dort weiter in die Ukraine zu reisen. Vor Ort lernen sie Projekte kennen und sprechen mit UN-Beschäftigten und Menschen, die unmittelbar von den UN-Programmen profitieren und mit ihnen zusammenarbeiten. Im Anschluss veröffentlichen die Teilnehmenden journalistische Beiträge über die Reise. Die Bewerbungsfrist endet am 15. Juli 2026.
Was ist das Thema der Recherchereise?
Frieden ist eine zentrale Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung und ein wichtiges Ziel der Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Doch was bedeutet das konkret in Ländern, die im Zentrum geopolitischer Konflikte stehen?
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat Millionen Leben grundlegend verändert und eine der größten Fluchtbewegungen in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg ausgelöst. Rund 10 Millionen Menschen sind auf der Flucht, darunter etwa 3,7 Millionen Binnenvertriebene innerhalb der Ukraine und fast 6 Millionen Geflüchtete im Ausland. Rund 140.000 Flüchtlinge leben allein in Moldau, einem der Länder mit der höchsten Flüchtlingsquote pro Einwohner in Europa. Über 12 Millionen Menschen in der Ukraine sind auf humanitäre Unterstützung angewiesen.
Trotz der Angriffe auf die Ukraine und der Folgen in der gesamten Region setzen die Vereinten Nationen und insbesondere das UNDP auch weiterhin auf Entwicklungszusammenarbeit. Ziel ist, den Menschen in der Ukraine und ihren Nachbarländern auch unter schwierigen Bedingungen neue und langfristige Perspektiven zu ermöglichen. So werden unter anderem der Wiederaufbau, die wirtschaftliche Entwicklung, Energiesicherheit sowie Rechtsstaatlichkeit und demokratische Entwicklung in der Region gefördert. UNDP leistet damit einen wichtigen Beitrag, um die Resilienz zu steigern und die Ukraine auf die Zeit nach dem Krieg vorzubereiten.
Wie kann es gelingen Menschen langfristige Entwicklungsperspektiven zu ermöglichen, selbst angesichts von Krieg, Unsicherheit und geopolitischen Konflikten? Welchen Beitrag kann die Entwicklungszusammenarbeit und können die Vereinten Nationen dazu leisten? Und wie tragen Energiesicherheit und starke demokratische Institutionen zu mehr Unabhängigkeit bei?
Mit diesen und weiteren Fragen befasst sich die Recherchereise 2026 der DGVN in Kooperation mit UNDP in zwei unterschiedlichen und doch eng miteinander verbundenen Kontexten: der Ukraine und der Republik Moldau, wo sich die regionalen Auswirkungen des Krieges in besonderer Weise zeigen. Im Rahmen der Recherchereise werden UN-Projekte in Moldau und, soweit es die Sicherheitslage zulässt, in der Region Odessa in der Ukraine besucht. Die Teilnehmenden werden unter anderem die Möglichkeit haben, UNDP-Projekte kennenzulernen und mit Menschen zu sprechen, die UNDP zusammen mit verschiedenen Partnern unterstützt.
Wann?
Die Reise findet vom 6. bis 12. September 2026 statt. Der erste und der letzte Tag dienen als An- und Abreisetage, das eigentliche Programm findet voraussichtlich vom 7. bis zum 11. September 2026 statt.
Sicherheitslage | Aufenthalt in der Ukraine
Nach aktuellem Planungsstand sind im Reisezeitraum Projektbesuche im Raum Odessa und bis zu zwei Übernachtungen in der Ukraine geplant. Der Aufenthalt wird in enger Zusammenarbeit mit UNDP organisiert und durchgeführt. Transport und Unterbringung in der Ukraine erfolgen in Fahrzeugen und Hotels, die von den Vereinten Nationen gestellt oder aufgrund hoher Sicherheitsstandards empfohlen werden.
Die Sicherheitslage an den Projektorten wird tagesaktuell beurteilt. Abhängig davon ist es möglich, dass einzelne Programmpunkte oder auch der gesamte Aufenthalt in der Ukraine kurzfristig geändert, abgebrochen oder vollständig gestrichen werden müssen.
Wer kann sich bewerben?
Die Reise richtet sich an Journalistinnen und Journalisten in Deutschland mit Interesse an den Themen Entwicklung und Frieden sowie der Arbeit der Vereinten Nationen. Das umfasst unter anderem:
- Vertreterinnen und Vertreter von deutschsprachigen Medien (Print, Online, Radio, Crossmedial)
- freiberuflich Tätige (auch im Bereich Social Media)
Hinweis: Eine Abnahme oder Veröffentlichung Ihrer Medienbeiträge muss nachweislich sichergestellt werden können. Die Teilnehmenden haben darüber hinaus die Möglichkeit, einzelne Beiträge für die DGVN und ihre Social-Media-Kanäle (Instagram, LinkedIn) zu veröffentlichen.
Welche Kosten fallen an?
Für die Mitreisenden fällt ein Eigenbeitrag in Höhe von 400 Euro an, der von den jeweiligen Heimatredaktionen oder den Reisenden selbst übernommen werden kann.
Die darüberhinausgehenden Kosten der Reise (Flüge ohne Zubringer, Unterbringung/Frühstück sowie Transfer- und weitere programmbezogene Kosten vor Ort) werden von der DGVN aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) übernommen. Weitere Kosten des Aufenthalts – etwa für Mahlzeiten oder sonstige im Zusammenhang mit der Reise entstehende Kosten (Impfungen, Visum etc.) – können nicht übernommen werden.
Wie bewirbt man sich?
Der Bewerbung beizufügen sind:
- ein Motivationsschreiben mit einer Auflistung möglicher journalistischer Beiträge (mit Angabe der jeweiligen Medien) im Nachgang der Reise;
- ein tabellarischer Lebenslauf;
- drei Arbeitsproben;
- eine formlose Einverständniserklärung des Arbeitgebers/Mediums (z.B. per E-Mail), die journalistischen Beiträge in Folge der Reise zeitnah zu veröffentlichen;
- für Festangestellte: eine Einverständniserklärung des Arbeitgebers, die Mitarbeiterin/den Mitarbeiter für die Dauer der Reise freizustellen.
Bitte übermitteln Sie die Bewerbung über dieses Online-Formular. Die Bewerbungsfrist endet am 15. Juli 2026.
Hinweis: Über die Auswahl der Reisenden entscheidet die DGVN. Ein Rechtsanspruch besteht nicht. Da die DGVN nicht als Reiseveranstalter im Sinne des §§ 651a ff. BGB anzusehen ist, akzeptieren alle Reisende gegenüber der DGVN jeglichen Haftungsausschluss.
Kontakt
Oliver Hasenkamp
Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN)
Zimmerstraße 26/27 10969 Berlin
Tel.: +49 30 259375-11
E-Mail: hasenkamp@dgvn.de
Über die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e. V.
Die DGVN setzt sich für starke Vereinte Nationen ein: Nur durch enge internationale Zusammenarbeit können wir den Frieden sichern, die Menschenrechte stärken und eine nachhaltige Entwicklung fördern. Die DGVN bietet Informationen und Analysen zur Arbeit der Vereinten Nationen, sie ermöglicht ihren Mitgliedern sich zu engagieren und gibt Impulse für eine aktive UN-Politik.
Weitere Informationen – auch zu unseren zurückliegenden Recherchereisen – finden Sie unter dgvn.de/aktivitaeten/recherchereisen.


