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DGVN trauert um Dr. Alexander Gunther Friedrich

Die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) e.V. trauert um ihr Präsidiumsmitglied Dr. Alexander Gunther Friedrich. Mit ihm verlieren wir den Vorreiter in der Zusammenarbeit zwischen den UN und der Wirtschaft, um die Ziele für nachhaltige Entwicklung zu erreichen.

Photo/privat

Sein Dienst in den Vereinten Nationen begann im Jahr 1959 und erstreckte sich über zwei Jahrzehnte bis 1979. Von 1959 bis 1961 arbeitete er für die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (Food and Agriculture Organization – FAO) in Monrovia, Liberia und anschließend wechselte er von 1961 bis 1978 nach Rom. Zusätzlich war Alexander Gunther Friedrich von 1966 bis 1979 im Genfer Palast der Nationen, dem ehemaligen Sitz des Völkerbundes sowie im New Yorker UN-Amtssitz am East River tätig. Durch seine enge Zusammenarbeit mit der FAO und als Dekan an der Universität in Monrovia, trug er zum wesentlich guten Ruf Deutschlands in Entwicklungsländern und internationalen Organisationen bei.

Eines seiner Hauptanliegen war die Förderung von Bildung, dem er vor allem als Dekan in Monrovia nachging. Er pflegte Kontakte mit Hochschullehrern in Schwellen- und Entwicklungsländern, wodurch anerkannte Professoren für eine gewisse Zeit in Entwicklungsländer berufen wurden.
In Zusammenarbeit mit den Regierungen der UN- Mitgliedstaaten und transnationalen Unternehmen initiierte er das von den UN in New York geförderte Programm für industrielle Zusammenarbeit (Industry Cooperation Programme - UN IPC) als UN Exekutivsekretär und trieb die Mobilisierung des Privatsektors zum Aufbau krisenfester Unternehmen voran. Die Kooperation mit dem Privatsektor zur Förderung von wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung war ein neuer und bedeutender Umbruch im UN- System, zu dem er maßgeblich beitrug. Durch diese Arbeit prägte er bei den UN den weltweit bekannten Begriff „Joint Ventures“, womit in diesem Fall die Kooperation der UN mit lokalen und transnationalen Wirtschaftsunternehmen gemeint ist.

Alexander Gunther Friedrich betonte zuletzt die Bedeutung der öffentlich- privaten Partnerschaft (Public-Private Partnership - PPP) als ausschlaggebenden und nötigen Ansatz zur Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Developement Goals - SDGs) und veröffentlichte sein Buch „Public-Private-Partnership within the United Nations System – Now and then“.

Nach seiner Arbeit im UN-System, wurde er vom Kuratorium der Deutschen Stiftung für internationale Entwicklung (DSE) als Gründungsvorsitzender auf die Villa Borsig am Tegeler See eingeladen.

Alexander Gunther Friedrich war ein lebenslanger Verfechter der UN-Prinzipien: Exzellenz, Respekt und Freundschaft, auf denen seine bedeutende Arbeit in den Vereinten Nationen beruht.


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