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Natalia und Jakob beim UN Peacekeeping Ministerial

Die DGVN ermöglicht einer Jugendbeobachterin und einem Jugendbeobachter die Teilnahme am UN Peacekeeping Ministerial 13. und 14. Mai 2025 in Berlin. Natalia Jagolski und Jakob Linnebank stellen sich vor.

Am 13. und 14. Mai 2025 findet erstmals die Ministerialkonferenz zur UN-Friedenssicherung (UN Peacekeeping Ministerial – PKM) in Deutschland statt, das weltweit höchstrangige Treffen zum Thema UN-Friedenssicherung und eine einzigartige sicherheitspolitische Konferenz im UN-Kontext. Die Konferenz soll substanzielle Unterstützungsleistungen (sog. ‚Pledges‘) einwerben und es wird über die Zukunft der UN-Friedenssicherung und mögliche Reformansätze diskutiert.

Das Jugendbeobachterinnen und -beobachter-Programm wird vom Auswärtigen Amt finanziell gefördert und vom Bundesministerium der Verteidigung unterstützt, um zwei jungen Menschen die Teilnahme an dieser Konferenz zu ermöglichen. Natalia Jagolski und Jakob Linnebank erläutern ihre Motivation und Erwartungen an die Konferenz:

 

Natalia Jagolski

Mein Name ist Natalia (24) und ich unterrichte Sicherheitsstudien an der Universität Leiden. Als Beraterin für Konfliktanalyse bei der Fortbildungsakademie des Systems der Vereinten Nationen (United Nations System Staff College – UNSSC) und durch die Teilnahme an internationalen Jugendbegegnungen habe ich gelernt, dass Frieden ein generations- und grenzübergreifender Dialog ist. Die Politisierung humanitärer Hilfe sowie der Einfluss von Desinformation stellen die UN-Friedenssicherung vor zunehmende Herausforderungen. Das PKM bietet die Chance, sich als UN Wertegemeinschaft erneut zu diesem Dialog zu bekennen. Von dem PKM erhoffe ich mir konkrete Maßnahmen, die Entwicklung gemeinsamer Strategien für mehr Partizipation sowie effektivere Koordination zwischen militärischen und zivilen Friedenseinsätzen.

Jakob Linnebank

Ich heiße Jakob (22), habe Internationale Beziehungen studiert und werde Ende des Jahres einen Master in Peacebuilding and Mediation beginnen. Durch mein Studium und meine Arbeit bei Amnesty International betrachte ich Frieden mittlerweile nicht mehr bloß als Abwesenheit von Krieg, sondern als einen komplexen Prozess, der jede und jeden anders betrifft. Gerade der Klimawandel und Gender-Dimensionen sind hier relevant und müssen unbedingt in die Zukunft der UN-Friedenssicherung integriert werden. Das PKM eröffnet die Möglichkeit, Frieden und Friedenssicherung neu und vor allem intersektional zu denken. Gleichzeitig hoffe ich, die Arbeit der UN durch die Teilnahme greifbarer und weniger abstrakt zu machen.

 


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